Katastrophe in Japan
Über die Situation in Japan wird derzeit rund um die Uhr berichtet. Dem kann ich nichts Neues hinzufügen.
Wer jedoch schon mal über eine Spende nachgedacht hat, dem sei hier das Deutsche Rote Kreuz empfohlen, das eine Möglichkeit zur Online-Spende eingerichtet hat. Mit den Spenden soll das Japanische Rote Kreuz unterstützt werden. Details gibt’s hier.
The Wormworld Saga

Vor kurzem fand ich einen wirklich ausgefallenen Comic im Netz; abgesehen von der wirklich schönen Story ist er einzigartig in der Art, wie man ihn betrachtet: man scrollt die ganze Geschichte in einem Stück runter. Blättern entfällt, es gibt nur eine einzige Seite. Dieser Ansatz nennt sich Infinite Canvas.
Das Comic trägt den Titel “The Wormworld Saga” und wurde erdacht und realisiert von Daniel Lieske, Grafiker bei Gaming Minds in Gütersloh.
In der Saga geht es um den Halbwaisen Jonas, der im Deutschland der achtziger Jahre im Landhaus seiner Oma durch ein Gemälde eine andere Welt betritt und dort zum Helden wird.
Wirklich empfehlenswert, muss man sich anschauen!
Social Browser “RockMelt”
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Startet man den Browser und loggt sich in Facebook ein, zeigt sich warum er “social” im Namen trägt: am linken Bildrand ist eine anpassbare Funktionsleiste, wo sich unter anderem Links oder Videos per Drag and Drop in einen Facebook-Chat ziehen lassen.
Am rechten Rand hingegen kann man in eine weitere Leiste bevorzugte Websites und Dienste ziehen und wird über neue Blogeinträge oder Statusupdates von Twitter-Nutzern informiert, denen man folgt. Eine Schaltfläche oben kann man Inhalte mit einem Klick auf Facebook oder Twitter veröffentlichen. Außerdem gibt es bei RockMelt einen eigenen Kurz-URL-Dienst namens www.me.lt.
Das Video gibt einen ersten Überblick:
GEMA und die Kindergärten

Die GEMA geht um, wieder einmal. Jene Organisation, die in Gesprächen häufig mit Attributen belegt wird, die den Schluss nahelegen es handle sich um die direkte Nachfolgeorganisation von Dschingis Khans Horden (wobei böst Stimmen behaupten, diese hätten mehr Kultur hinterlassen…), hat eine neue Zielgruppe entdeckt: während der genannte Ur-Vater schon Städte und Kloster plünderte, vollzieht die heutige GEMA folgerichtig den nächsten Schritt und nimmt sich Kindertagestätten vor.
Das lohnt sich durchaus, schließlich gibt es davon bundesweit über 50.000. Jede von ihnen soll eine Lizenzgebühr in Höhe von 56,00 € zzgl. Steuer erwerben, die es ihnen erlaubt, innerhalb eines Jahres bis zu 500 Kopien von Notenblättern herzustellen. Indes ist nicht einmal der Betrag das Problem für die Kindertagesstätten, sondern der schiere Verwaltungsaufwand: jede einzelne Kopie muss der GEMA gemeldet werden, damit diese dann mit der Verwertungsgesellschaft VG MUSIKEDITION abrechnen kann.
Wohlgemerkt: wir sprechen hier immer noch von Kinderliedern. Die Sendung “quer” im BR hat dazu vor einigen Monaten schon einmal einen guten Beitrag gesendet, den man hier anschauen kann.
Um den Kindergärten eine Alternative zu bieten, hat der gemeinnützige Verein “Musikpiraten e.V.” sich vorgenommen “Kinderbetreuungseinrichtungen in Deutschland ein Liederbuch mit gemeinfreien Kinderliedern zur Verfügung zu stellen”, d.h. mit Liedern, die ohne weiteren Verwaltungsaufwand verwendet werden können. Im Klartext heißt das, das der Verein jeder Einrichtung mindestend ein Exemplar eines solchen Liederbuchs zukommen lassen will – ein enormer Aufwand, für den dir Initiatoren nun Unterstützer suchen, und zwar als Sponsoren, Spender oder Helfer vor Ort.
Wer in diesem Jahr also noch verzweifelt auf der Suche nach einer steuerlich absetzbaren Spendenmöglichkeit ist, findet sicherlich schlechtere Anlagemöglichkeiten.
Nutella ist nicht gesund?!
Athena Hohenberg aus Kalifornien verklagt Ferrero auf Entschädigung für alle Amerikaner, die seit 2000 Nutella gekauft haben – sie hat nämlich festgestellt, dass Nutella nicht “gesund und nahrhaft” sei sondern viel Zucker und einen “gefährlich hohen Anteil gesättigten Fetts” enthalte (ob das vor dem Jahr 2000 anders war, vermag ich nicht zu sagen). Warum die gute Dame nicht irgendwann zwischen 2000 und jetzt die Inhaltsangaben auf der Packung gelesen hat, war bisher leider in keiner Quelle zu finden…
Frau Hohenberg bezieht sich in ihrer Klage darauf, dass Nutella laut Werbung zu einer “ausgeglichenen Ernährung” beitrage, was letzlich irreführende Werbung sei – sie jedenfalls sei “geschockt” gewesen.
Um ihrer Gesundheit willen hoffe ich, dass sie niemals vergleicht, was amerikanische Parteien im Wahlkampf verprechen und letzlich nach der siegreichen Wahl umsetzen. Das wäre mal eine schöne Klage.
Organspende

Weil ich in den letzten Monaten immer mal wieder mit Leuten im Gespräch auf das Thema Organspende kam und dabei oft hörte, dass die meisten “eigentlich” klare Befürworter sind (es jedoch irgendwie bislang nicht geschafft hätten, sich einen Ausweis zu besorgen – das kenne ich von mir selber auch…), hier nun die ultimative Gelegenheit.
Hier kann man sich ein Dokument samt aller relevanten Informationen runterladen und ausdrucken – ein paar persönliche Informationen eingefügt, dass ganze zu seinem Perso oder Führerschein gesteckt: fertig! Geht ganz schnell und tut nicht weh (auch später nicht, weil gesetzlich klar geregelt ist wann Organe entnommen werden dürfen…
).
Also: bitte mal diese einmalige Gelegenheit nutzen und im nächsten Gespräch bestens dastehen!
Sitz-Krieg
Gestern war ich mit meinen beiden Großen im Schwimmbad H2O; wir hatten mächtig Spaß in den diversen Becken und wollten irgendwann mal was essen und begaben uns dazu auf die Suche nach einem freien Liegestuhl – was natürlich zum Scheitern verurteilt war, weil ja alle bereits durch Handtücher “reserviert” waren, für den Fall, dass die Handtuchbesitzer irgendwann während ihres vierstündigen Aufenthalts mal ein Viertelstündchen verschnaufen wollten.
Also bekamen wir zwar keine dafür vorgesehene Sitzgelegenheit, dafür aber ein Unterhaltungsprogramm das vollständig zu entschädigen vermochte: Zwei Angehörige der britischen Streitkräfte und zwei Vertreter des deutschen Prekariats – alle nebst Frauen und Kindern – gerieten in eine lautstarke Auseinandersetzung über die existenzielle Frage, wessen Handtücher da auf den Stühlen lägen und somit deutsches Hoheits- oder aber britisches Kolonialgebiet kennzeichneten.
Zwar waren sich alle Beteiligten äußerlich in vielen Details sehr ähnlich, so hatten sie zum Beispiel auf den meisten sichtbaren Körperteilen Tatoos in unterschiedlichen Graden der Unleserlichkeit (dafür waren sie aber im Laufe der Jahre mit ihrem Besitzer gewachsen und nahmen Ausmaße an, die so wohl vom Tatoo-Künstler nicht vorgesehen waren). Es gab aber auch Unterschiede: die männlichen Briten hatten militärisch korrekte Kurzhaarschnitte, die deutschen Männer so eine Art vernachlässigte Vokuhila; alle Damen wiederum hatten sich ihre Haare vor längerer Zeit (um genauer zu sein: vor ca. 5 bis 7 Zentimetern) schwarz bzw. gelb gefärbt (und zwar offenkundig eigenhändig).
Im Hinblick auf den sich anbahnenden Kampf hatten die Deutschen deutliche Vorteile hinsichtlich ihrer Körpermaße, dafür lagen die Briten in Anzahl und Vollzähligkeit der Zähne klar vorn. Die Briten beeindruckten beim Vorgeplänkel durch einen flüssig vorgetragenen und selten unterbrochenen Strom von englischen Flüchen, was auf eine gewisse Kasernenhof-Erfahrung schliessen ließ. Ihre einheimischen Kontrahenten dagegen brachten nur zusammenhanglose Satzfragmente hervor, oft miteinander verbunden durch “voll krass”, “Boah ey” und “ich raste gleich aus”. Dafür jedoch zeigten sie größere Bereitschaft, die Diskussion auf andere (und möglicherweise vertrautere) Gebiete zu verlagern, die nicht so viel verbalen Auwand erforderten. Der offene Ausbruch der Feindseligkeiten wurde dann aber durch das beherzte Eingreifen eines Bademeisters verhindert (und ich fürchte sagen zu müssen: zur großen Enttäuschung der in sicherer Entfernung verharrenden Zuschauer).
Und auch wenn sich die Besitzerfrage leider nicht mehr abschliessend klären ließ: es war ein toller Nachmittag!